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PSD2: Bankkunden finden Plattform-Ansatz gut

Von Holger Schmidt

Ab 2018 beginnt die Digitalisierung für die Banken erst richtig. Mit der zweiten Version der Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) verpflichtet die EU die Banken, Drittanbietern auf Wunsch der Kunden Zugang zu ihrem Konto zu gewähren. Per Schnittstellen können die Drittanbieter dann Kontoinformationen auslesen oder Zahlungen ausführen. Das bedeutet: Das Geld bleibt auf der Bank, aber Drittanbieter, angefangen bei Apple oder Google bis zum Startup und natürlich auch andere Banken, können dann innovative Finanzprodukte anbieten.

PSD2 schiebt die Banken auf diese Wiese in Richtung eines Plattform-Modells - und die Kunden finden es gut. Nach einer Umfrage von PWC unter 1000 Verbrauchern würden 68 Prozent der Gesamtbevölkerung und sogar 86 Prozent der Menschen unter 30 Jahre den Nichtbanken erlauben, auf ihr Konto zuzugreifen. Das machen die Menschen natürlich nur, wenn die Nichtbank vertrauenswürdig ist, einen Service mit Mehrwert bietet oder billiger ist. All das müssen die Tech-Firmen oder auch anderen Banken vom kommenden Jahr an liefern. Dann könnte aus den Banken Plattformen werden, die möglichst innovative Fintech-Anbieter anlocken und damit attraktiv für Bankkunden sind. Einige Banken gehen bereits offensiv in diese Richtung, aber viele traditionelle Banker stehen der Öffnung skeptisch gegen Öffnung noch skeptisch gegenüber.

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